Presse-Stimmen

Schnuppern vor der Berufswahl

Böblingen: 48 Jugendliche schnuppern bei der ersten "Tour de Handwerk" in Handwerksberufe hinein

Handwerksberufe von der praktischen Seite her kennen lernen, statt nur davon erzählt bekommen: Darum ging es bei der ersten "Tour de Handwerk", bei der 48 Jugendliche von acht Schulen 16 Handwerksbetriebe besuchten. Der Initiator der Aktion, der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Thomas Wagner, zieht eine positive Bilanz: "eine gute Möglichkeit, um für das Handwerk zu werben."

In acht Bussen besuchen die teilnehmenden Jugendlichen am Freitag Handwerksbetriebe im Kreis Böblingen. "Unsere Aktion richtet sich dezidiert an Jugendliche, die bei der Wahl ihrer Ausbildung noch unentschlossen sind", sagt Thomas Wagner, der mit der "Tour de Handwerk" eine Idee von Rüdiger Jäckel aufgreift, Berufsberater bei der Agentur für Arbeit. Eine halbe Stunde lang haben die Jugendlichen, darunter Flüchtlinge aus den Vorbereitungsklassen der Sindelfinger Gottlieb-Daimler-Schule II, die Möglichkeit, einen praktischen Aspekt des entsprechenden Handwerksberufs kennenzulernen und auszuprobieren - und zwar in vier verschiedenen Betrieben hintereinander. "Wir wollen das Handwerk haptisch erfahrbar machen", sagt der stellvertretende Kreishandwerksmeister Hartmut Nietsch.

Foto: Staber

Sowohl von den Jugendlichen als auch von den teilnehmenden Betrieben gibt es eine positive Rückmeldung auf die Aktion. "Auf diese Weise haben auch Betriebe, die nicht zu den bei Jugendlichen angesagten Modeberufen gehören, eine gute Möglichkeit, sich zu präsentieren", sagt Thomas Wagner. Ein überraschendes Fazit der ersten "Tour de Handwerk": Erstaunlich viele Jugendliche interessieren sich für das Holzhandwerk, wenn sie erst einmal damit in Berührung kommen.

Ein weiteres Ergebnis: Mit einer Aktion wie der "Tour de Handwerk" könne es fast besser als mit einem "Girl's Day" gelingen, Mädchen für eine ganze Bandbreite von Handwerksberufen zu interessieren, sagt Thomas Wagner: "Die teilnehmenden Mädchen zeigten sich zum Beispiel begeistert von der Begegnung mit einer Steinbildhauer-Meisterin."

"Es gibt einen Fachkräftemangel, ganz klar", begründet Thomas Wagner, warum Aktionen wie die "Tour de Handwerk" wichtig sind für die Betriebe im Kreis. Und das, obwohl es seit drei Jahren einen Zuwachs bei den abgeschlossenen Ausbildungsverträgen im Kreis Böblingen gebe.

"Das Handwerk bildet aus, schafft Arbeitsplätze und trägt ganz entscheidend zur Wertschöpfung in der Region Böblingen bei", sagt Böblingens Oberbürgermeister Wolfgang Lützner in seinen Grußworten zum Abschluss der "Tour de Handwerk". Mit einer Ausbildung im Handwerk habe man nicht nur in Deutschland gute Berufschancen, so Lützner: "Das deutsche Handwerk gilt weltweit als vorbildlich."

Text: Matthias Staber - Sindelfinger Zeitung / Böblinger Zeitung vom 24.10.2016

Ohne Ganztagsbetreuung bleiben die Schüler aus

Leonberg - In der Ostertag-Realschule wird eine Mensa eingebaut

Als letzte weiterführende Schule der Stadt startet die Ostertag-Realschule in diesem Herbst mit dem Ganztagsunterricht. Doch dazu gehört auch eine Mensa, damit für die Schüler eine Ganztagsbetreuung inklusive eines warmen Mittagessens angeboten werden kann. Und mit dieser Mensa sind gegenwärtig zahlreiche Handwerkerfirmen beschäftigt.

"Für viele Eltern war das Fehlen einer Ganztagsbetreuung ein Hauptgrund, ihre Kinder nicht in unserer Schule einzuschreiben", musste Heidrun Barth, die Rektorin der Ostertag-Realschule, in den vergangenen Jahren erfahren. Doch mit dem neuen Schuljahr, dass kommende Woche beginnt, steigen nun die Klassen 5 und 6 in den Ganztagsunterricht ein und bekommen bis 15.20 Uhr eine verlässliche Betreuung. Für Klasse 7 wird die Ganztagsschule ab dem Schuljahr 2017/2018 angeboten.

"Wir sind allerdings eine offene Ganztagsschule, also können sich die Eltern freiwillig entscheiden, ob die Kinder das Angebot annehmen - wer allerdings ja sagt, macht das für das für das gesamte Schuljahr verbindlich", erläutert die Rektorin. Das sei unumgänglich, um die Betreuung und die Angebote in den Arbeitsgruppen zu planen.

Doch bis zum kommenden Montag ist die neue Mensa noch nicht fertig. "Für die 35 Schüler, die bisher zum Ganztagsunterricht angemeldet sind, wird deshalb provisorisch ein Vesper-Zimmer eingerichtet, wo dann gemeinsam gegessen wird", sagt Heidrun Barth.

"Die neue Mensa ist mit einem erheblichen baulichen Aufwand verbunden, doch wir liegen gut im Zeitplan", sagt die Projektleiterin Michaela Sing vom städtischen Gebäudemanagement. Nachdem im Juli die Baugenehmigung eingegangen ist, wurden die lärmintensiven Arbeiten in die Ferien verlegt. "Fertig wird die Mensa Ende Januar 2017, sodass sie zum zweiten Schulhalbjahr den Betrieb aufnehmen kann", versichert die Projektleiterin.

Dafür werden der bisherige Raum für textiles Werken, der nun ins Obergeschoss umgezogen ist, in den Speisesaal mit 48 Plätzen und ein ehemaliger Aufenthaltsraum in die Essensausgabe umgewandelt. Auf der anderen Seite des Flurs entsteht in der ehemaligen Hausmeisterwohnung die Spülküche sowie zwei Betreuungsräume für die Ganztagsschüler.

Schulleiterin Heidrun Barth freut sich, dass der Speisesaal nach dem Mittagessen für die Hausaufgabenbetreuung genutzt werden kann und in einem der Betreuungsräume vier Computer-Arbeitsplätze eingerichtet werden. Für die Möblierung der beiden Räume hat die Rektorin 20.000 Euro aus dem Schul-Budget angespart. Insgesamt schlägt der Mensa-Umbau mit rund 430.000 Euro zu Buche. Vom Land gibt es dafür 85.000 Euro Fördergelder.

Die Mensa wird die Schule, die 410 Schüler besuchen, in Zukunft dringend benötigen, denn gegenwärtig sind 58 Schüler in den beiden Klassen 5 eingeschrieben. Die zwei Klassen 6 besuchen 56 Schüler. "Doch durch den massiven Schülerrückfluss aus den Gymnasien haben wir da ganz schnell eine Zahl von 61 erreicht, die eine Aufteilung in drei Klassen nötig macht", weiß die Rektorin aus Erfahrung.

Text: Arnold Einholz - Leonberger Kreiszeitung vom 08.09.2016

Wo bitte geht’s zum Traumberuf?

Leonberg - Für welchen Beruf schlägt das Herz der Jugendlichen?

Die Mittagspause ist vorbei, der Andrang in der Leonberger Stadthalle hat deutlich nachgelassen. Aber nicht unbedingt zum Leidwesen der 59 Aussteller bei der diesjährigen Ausbildungsmesse Interkom. „Morgens ist mehr Quantität da, mittags und nachmittags mehr Qualität“, fasst es Ingo Feßler von Krombert & Schubert zusammen. Bei dem auf Elektronik spezialisierten Automobilzulieferer aus Renningen sind – ähnlich wie an den anderen 48 Ständen – Schülerschlagen vorbeigezogen, teilweise bewaffnet mit Frage- und Aufgabenbögen. „Das zeigt aber, dass die Besuche auf der Interkom mittlerweile von den Schulen besser vor- und nachbereitet werden“, meint Monika Fischer vom Elektro- und Lichthaus Knapp aus Leonberg. „Bis vor zwei Jahren war das meist nicht der Fall. Da ging es rein, schnell durch und wieder raus. Erfolgreich war ein Jugendlicher dann, wenn er möglichst viele Geschenke eingesackt hatte“, fährt sie fort.

Durch die Fragebögen kommen die Schüler nun aber auch mit Firmen und Berufen in Kontakt, mit denen sie sich sonst vielleicht gar nicht beschäftigt hätten. „Es sind auch welche dabei, die darüber hinaus noch weitere Fragen stellen, einige sind auch recht gut vorbereitet“ berichtet Sabine Pfirrmann von ihren Erfahrungen. Sie unterrichtet an der Schule für Gesundheitsberufe des Klinikums Südwest, wo etwa Gesundheits- und Krankenpfleger für Erwachsene oder Kinder, operationstechnische Assistenten oder ganz neu auch Intensivpflegekräfte ausgebildet werden.

Nachmittags dagegen kommen die ernsthaften Kandidaten für die Lehrstellen. Und sehr oft schieben sie sich in Begleitung eines Elternteils durch die Stadthalle, vorbei an Ständen von Industrieunternehmen, Banken, Handwerksbetrieben, Innungen und vielem mehr. „Ich habe meine Tochter hergefahren, weil es mit Bus und Bahn zu umständlich gewesen wäre“, erzählt Tanja Volz aus Neuhausen-Hambach (Enzkreis). „Mein Mann und ich begleiten sie aber öfter auf Ausbildungsmessen und ähnliche Veranstaltungen.“

Iris Baumanns Tochter Lydia besucht zwar erst die achte Klasse an der Gerhard-Hauptmann-Realschule Leonberg. „Das ist noch ein wenig früh, um sich wirklich orientieren zu können“, sagt sie. Aber immerhin könne man nicht früh genug Anstöße geben. „Wenn die Kinder wissen, wofür sie das gebrauchen können, was sie in der Schule lernen, dann sind sie viel motivierter“, meint Baumann.

Foto: factum/Granville

Auf die Unterstützung der Eltern zielt auch einer der vielen Vorträge bei der Interkom ab. Es geht um den Aufbau des dualen Ausbildungssystems (Betrieb und Berufsschule), über Informationsmöglichkeiten und Beratungsstellen bis hin zu Hilfestellungen, wie der Nachwuchs überhaupt herausfinden kann, welche beruflichen Neigungen und Interessen er hat. Die Auswahl ist schließlich riesig. „Es gibt in Deutschland rund 350 anerkannte Ausbildungsberufe, vom Süßwarentechnologen bis zum Kfz-Mechatroniker“, heißt es in einer Präsentation der Industrie- und Handelskammer Stuttgart.

Diese bietet beispielsweise Stellenbörsen, einen Talente-Check oder individuelle Beratungen an. Ähnliches gibt es im Bereich Handwerk mit dem Berufe-Checker. Auf Landkreisebene werden außerdem Speed-Datings zwischen möglichen Azubis und künftigen Chefs angeboten oder Jugendliche können bei den Schulferienfirmentagen bei Betrieben und Institutionen unverbindlich reinschnuppern. „Die persönliche Ebene wird immer wichtiger. Wenn es funkt, dann sind die Noten oft nicht mehr ganz so wichtig“, lautet eine Erkenntnis.

Dafür eignet sich auch die jährliche Ausbildungsmesse im nördlichen Landkreis hervorragend. „Wir haben hier im vergangenen Jahr einen Auszubildenden für unser Unternehmen gewonnen“, berichtet Ingo Feßler von Kromberg & Schubert. Es lohne sich also, in diese Art der Werbung zu investieren. Denn angesichts der großen Namen in der Region wie Daimler, Porsche und Bosch sei es für die kleineren oder weniger bekannten Unternehmen schwierig, im Wettbewerb um die besten Auszubildenden zu bestehen. „Das ist oft eine Frage der Qualität. Die besten Bewerber gehen lieber zu den großen Namen“, berichtet er. Bei der Messe wird er deshalb von drei Auszubildenden unterstützt, die den Jugendlichen Informationen aus ersten Hand liefern können über Berufe wie Industriemechaniker, Speditionskaufmann oder Fachkraft für Lagerlogistik.

So hält man es auch beim Elektronik- und Lichthaus Knapp in Leonberg, wo in der Regel pro Jahr ein Auszubildender zum Elektroniker im Bereich Energie- und Gebäudetechnik eingestellt wird. „Viele wollen heute studieren. Aber wir brauchen gut ausgebildete Leute. Deshalb wollen wir zeigen, dass das Handwerk keine Sackgasse ist“, sagt Monika Fischer.

Den Namen liefert der Physiker mit dem Apfel

Neues Hotel "Newton" in Rutesheim

Das neue Hotel "Newton" mit 40 Betten im Gewerbegebiet am Autobahnanschluss ist eine sogenannte Holz-Beton-Hybrid-Konstruktion. Damit werden die spezifischen Vorteile der beiden Baustoffe genutzt.

Die drei Geschosse und das aufgelagerte Staffelgeschoss stehen, die Fassade und die Fenster sind montiert. Die Handwerker haben den Innenausbau in Angriff genommen. Auf der Baustelle im Rutesheimer Gewerbegebiet an der Autobahnausfahrt läuft alles nach Plan, denn im Januar soll die offizielle Eröffnung stattfinden. Das Hotel gleich in der Nähe der örtlichen Autobahnausfahrt wird das Angebot in der Region um 40 Zimmer erweitern und sich insbesondere auf Geschäftsreisende konzentrieren.

Knapp vier Monate sind es noch bis zur Eröffnung des Hotels nördlich der Drescherstraße. Da in dem dreigeschossigen Gebäude, dessen Staffelgeschoss auf dem Dach einen weiten Blick in die grüne Umgebung eröffnet, noch vieles offen liegt, hatte der Generalunternehmer Brünninghoff, der es schlüsselfertig übergibt, ein Fachpublikum aus Architekten und Fachplanern zu einer Baustellenbegehung eingeladen.

Denn bautechnisch ist das Hotelgebäude etwas besonderes: Der Generalunternehmer realisiert das Objekt als Hybrid-Konstruktion. Davon sprechen dei Experten, wenn mindestens zwei Materialien in einem Bausystem kombiniert werden, um so ihre materialspezifischen Vorteile zu nutzen. "In diesem Fall wird der Baustoff Holz in einigen Gebäudeteilen mit Beton kombiniert", erläuterte der Geschäftsführer Frank Steffens. Außerdem wurden ganze Gebäudeteile - wie Wände und das Treppenhaus - vorgefertigt zur Baustelle transportiert und dort montiert.

Foto: factum/Bach

"Diese Art der Vorproduktion sorgt dafür, dass die Errichtung des Gebäudes in kurzer Zeit möglich ist, weil Betonarbeiten und Holzzuschnitt im Werk stattfinden", sagte Steffens. Das hat zur Folge, dass fast die Hälfte der angesetzten Zeit, nämlich 24 Wochen, die Planung in Anspruch nimmt. Die Produktion hat sechs Wochen gedauert, die Montage der Teile deren neun. Und für den Ausbau bis zur Inbetriebnahme sind noch 16 Werkwochen angesetzt.

Und warum in Holz? Die Investorin Bettina Wünning aus Leonberg hat da eine klare Vorstellung. "Wir haben eine große Affinität zu natürlichen Materialien, von der haptischen Wahrnehmung, dem tastenden Begreifen im Sinne des Wortes, ist Holz etwas Besonderes. Auch vom Geruch her - das hat sich schon 2012 bei der Sanierung des 420 Jahre alten denkmalgeschützten Gebäudes am Marktplatz 30 in Leonberg gezeigt", sagt sie. Als klar war, dass das Hotel in Holz gebaut werden kann, hat sich das Investorenehepaar Bettina und Joachim Wünning dafür entschieden.

"Wir mussten aber feststellen, dass das nicht viele in Deutschland können", erklärt Bettina Wünning. So sei man auf das Familienunternehmen mit Hauptsitz im münsterländischen Heiden und Niederlassungen in Hamburg, Niemberg und Villingen-Schwenningengekommen. Bei einem Jahresumsatz von 95 Millionen Euro realisieren etwa 400 Mitarbeiter europaweit bis zu 160 Projekte im Jahr. Spezialisiert ist die Firma auf die Element- und Tragwerk-Produktion aus Beton, Stahl, Holz und Aluminium. In Rutesheim war sie am Bau des Hagebau-Marktes Bolay beteiligt.

Das Hotel, das von den Investoren betrieben wird, ist ausgelegt für 80 Betten in 40 Zimmern. Die Zielgruppe sind Geschäftsleute aus den umliegenden Gewerbegebieten, sowie von der naheliegenden Autobahn. Das Hotelangebot: Frühstück sowie abendliche Snacks. Für dieses Konzept sind bis zu acht Angestellte notwendig. "Neben der nachhaltigen und wirtschaftlichen Bauweise ist das Gebäude so ausgelegt, dass zukünftig die Warmwasseraufbereitung über eine Brennstoffzellentechnik geschehen kann", verrät Joachim Wünning. "Deshalb haben wir auch die Wäscherei im Haus angesiedelt." Bis es soweit ist, wird eine Gasheizung eingesetzt.

Das Geschäftshotel wird den Namen "Newton" tragen. "Anfangs stand Apfelgarten im Raum, doch weil noch keine Apfelbäume stehen, wäre das komisch gewesen", meint die Investorin. "Weil die Anekdote besagt, dass ein fallender Apfel den Mathematiker, Physiker und Astronomen Isaac Newton zu seinem Gravitationsgesetz inspiriert haben soll, ist auch in diesem Namen ein Apfel drin", sagt sie schmunzelnd.

Text: Arnold Einholz - Leonberger Kreiszeitung vom 24.09.2015

Nach Stuttgart will hier keiner gehen

Halbes Umland ist am Sonntag in Leonberg unterwegs

Gefühlt ganz Leonberg und zudem das halbe Umland ist am Sonntag in der Stadt unterwegs gewesen. Ein Novembertag, sonniger und wärmer als mindestens die Hälfte der Augusttage, hat dem örtlichen Einzelhandel einen guten Start ins Weihnachtsgeschäft beschert. Ob „Wir sind Eltingen“ oder „Faszination Altstadt“, Leo-Center oder Möbel Hofmeister – alle ziehen ein positives Fazit des Tages.

Guter Service und Beratung stehen überall ganz oben, so auch beim Lichthaus Knapp in der Brenner Straße und bei VS Elektro in der Hindenburgstraße. Lichthaus-Inhaber Stephan Knapp klärt die Kundschaft über die Rauchmelderplicht auf und stellt fest: „Da ist noch viel Handlungsbedarf.“ Auch Sparlampen und LED beschäftigen die Kundschaft.

„Wir sorgen seit 2011 in Leonberg dafür, dass der Kunde auch das Haushaltsgerät bekommt, das zu ihm passt“, sagt Christina Voß von VS Elektro. Dafür bietet das Fachgeschäft nicht nur Geräte zum Anfassen und Ausprobieren im Laden an, sondern betreibt auch einen großen Online-Shop inklusive Live-Chat mit der Inhaberin. „Wir haben am Sonntag zwar neue, hochwertige Kaffeeautomaten in den Mittelpunkt gestellt, was die Kundschaft sehr interessiert. Aber verkauft haben wir Waschmaschinen“, ist sie zufrieden.

Das gilt auch für Marc Schmidt vom Bekleidungshaus Wibbel: „Die Kundschaft hat wohl das schöne Wetter mit einem ausgedehnten Einkaufsbummel kombiniert, um die Angebote von der Altstadt über die Stadtmitte bis zu uns nach Eltingen unter die Lupe zu nehmen.“ Voll im Stress sei er, aber so wolle man es haben, sagt Schmidt lachend angesichts des Gedränges.

Während das Eltinger Traditionshaus Wibbel Mode für den Herrn anbietet, ist die Leonberger Altstadt das richtige Pflaster für die modebewusste Frau. Ob bei Alena Schäfer, Marktplatz 11, Emilia, Only Women, Petrol, Markt 28 oder Schäfer Optik – für das individuelle Outfit und die passenden Accessoires für die Dame ist hier bestens gesorgt. „Wir sind angenehm überrascht, was Leonberg alles zu bieten hat“, sagen Martina Manderscheid und Dirk Junker. Das junge Paar ist speziell aus Ilsfeld gekommen. „Wir haben im Internet nachgesehen, wo ein verkaufsoffener Sonntag ist“, sagen sie. Nach Stuttgart will hier keiner.

Szenenwechsel. „Huch! Da müssen wir den anderen Eingang nehmen.“ Eine junge Familie mit Kinderwagen ist überrascht vom Andrang bei Ziegler Wohn- und Tischkultur. „Die gute Beratung ist eine der Qualitäten an diesem verkaufsoffenen Sonntag“, sagt ein Kunde, der bereits ein Weihnachtsgeschenk erstanden hat. Inhaber Joachim Heller hört das gerne. Sein lakonisches Fazit zum verkaufsoffenen Sonntag und zur romantischen Einkaufsnacht am Freitag: „Sehr zufrieden!“ Dem stimmt auch sein Mitstreiter in der Werbegemeinschaft „Faszination Altstadt“, Albert Geurts vom gleichnamigen Blumenhaus, zu: „Ein paar solcher Tage und wir können die Baustelle in der Grabenstraße vergessen.“

Einkaufen macht hungrig und durstig, und die liebliche Sonne tut das Ihre dazu. Vom Schwarzen Adler über das Café Trölsch, die Gaststätten am Marktplatz bis zum Desperados-Getränkewagen sind alle Terrassenplätze besetzt.

In der Hinteren Straße sind die Treppen vor Felleretta spontan zur Bühne geworden. Die drei Musiker Good, Bad, Ugly zeigen, was im Ausnahme-Verstärker von Konstrukteur Andreas Feller steckt. „Also, wenn ich ein Wort aus diesem Bandnamen für den heutigen Tag auswählen müsste, dann das erste – Böses und Schlechtes ist mir noch nicht begegnet“, meint ein Spaziergänger im Vorbeigehen.

Quelle: Leonberger Kreiszeitung vom 03.11.2014

Foto: factum/weise

Ein "Erfolgsmodell"

Wieder großes Interesse an der Ausbildungsplatzbörse "interkom"

Die Türen zur Rankbachhalle sind noch für die Aufbauarbeiten geöffnet gewesen, die letzten Kabel wurden gezogen und Prospekte ausgelegt: Kurz vor der Eröffnung der diesjährigen Ausbildungsplatzbörse "interkom" am vergangenen Freitag legte sich um halb neun Uhr morgens die Hektik des Aufbaus allmählich.

66 Aussteller füllten die Halle. Das Gros waren Ausbildungsbetriebe auf der Suche nach ihren Azubis von morgen. Aber auch Institutionen wie die Handwerkskammer Region Stuttgart, die Innungen, die Kreishandwerkerschaft, die IHK Böblingen, das Berufschulzentrum und natürlich der Verein für Jugendhilfe im Landkreis Böblingen als Organisator der "interkom" waren mit einem Stand vertreten.

Bevor sich die Tore für die Schüler öffneten, begrüßte der Renninger Bürgermeister Wolfgang Faißt die Aussteller. "Wir müssen über den Tellerrand hinausschauen", betonte er. Mit der "interkom" eröffneten sich für Betriebe und Schüler neue Wege und Möglichkeiten, deshalb unterstützten die Kommunen der Region gemeindeübergreifend die Organisatoren, stellten zum Beispiel die Hallen in Renningen und im nächsten Jahr wieder in Leonberg zur Verfügung, so Faißt.

Das "Erfolgsmodell Azubimesse" habe seit der Erstauflage im Jahr 2009 rasant wachsende Ausstellerzahlen, freute sich Kerstin Raschke vom Verein für Jugendhilfe. "Wir mussten diesmal einige interessierte Bewerber auf das nächste Jahr vertrösten", sagte sie.

Kerstin Raschke ist die Organisatorin, die hauptsächlich die Vorbereitungen für die alljährliche Ausbildungsplatzbörse stemmt. "Hier treffen Zukunft und Gegenwart aufeinander. Die Schüler sollen sich nicht nur am PC informieren, sondern auf andere Leute zugehen. Begegnung ist wichtig", betont Raschke.

Bürgermeister Wolfgang Faißt behielt mit seiner Voraussage jedenfalls recht: Punkt 9 Uhr öffneten sich die Türen, und die ersten Schüler aus Renningen und Weil der Stadt strömten in die Rankbachhalle. Die Schüler, die die "interkom" besuchten, hatten Gelegenheit, sich mit Infobroschüren zu versorgen, sich mit Ausbildungsleitern und Azubis zu unterhalten und sich ganz generell einen Überblick über die Ausbildungsberufe zu verschaffen.

Am Nachmittag konnte Kerstin Raschke wieder zufrieden Bilanz ziehen: Rund 1500 hatten die Messe besucht. Es sei ein Andrang bis zum Schluss gewesen. Viele Jugendliche seien nachmittags mit ihren Eltern oder Großeltern wiedergekommen, um das persönliche Gespräch zu suchen.

Quelle: Leonberger Wochenblatt vom 16.10.2014

Umfrage zum "Tag des Handwerks"

Leonberg - Am Samstag, 20. September, ist "Tag des Handwerks"

Zu diesem Anlass hat sich Wochenblatt-Mitarbeiter Hans-Jörg Ernst im Altkreis umgehört und nach der Meinung zum Meistertitel gefragt.

Quelle: Leonberger Wochenblatt vom 18.9.2014

Wenn der schrille Ton von oben kommt

Leonberg - Rauchmelder können Leben retten

Seit vor einem Jahr landesweit die Rauchmelderpflicht eingeführt worden ist, häufen sich bei der Feuerwehr Leonberg die Anrufe: Was ist ein Rauchmelder genau? In welchen Räumen muss er installiert werden? Was passiert, wenn er einen Fehlalarm auslöst? Muss der Wohnungsinhaber oder Mieter am Ende den Feuerwehr-Einsatz bezahlen?

Doch Wolfgang Zimmermann, der Kommandant der Leonberger Feuerwehr, beruhigt: Bei einem Rauchmelder ertönt lediglich ein schrilles Signal, um die Bewohner zu alarmieren. Mit der Einsatzzentrale ist ein privater Rauchmelder nicht verbunden. Sollte es wirklich brennen, so muss die Feuerwehr telefonisch alarmiert werden.

Anders verhält es sich bei den Brandmeldeanlagen. Die sind in öffentlichen Gebäuden vorgeschrieben, etwa dem Rathaus, der Stadthalle oder anderen Veranstaltungsorten. Erkennen diese Geräte Qualm, lösen sie direkt in der Feuerwache Alarm aus. Die Helfer rücken aus. Haben dann etwa nur ein paar Raucher unter der Anlage gestanden, wird das für den Verursacher teuer. Mehrere 1000 Euro kann der Einsatz bei einem Fehlalarm kosten.

Alarmiert ein Anwohner die Feuerwehr, weil sein privater Rauchmelder laut piepst, hat er keine Kosten zu befürchten. Selbst der Einsatz bei einem Fehlalarm wird von der öffentlichen Hand gedeckt. „Das gehört zu unseren Pflichtaufgaben“, erklärt der Feuerwehr-Chef Zimmermann.

Das sind längst nicht alle Fragen, die sich rund um die neue Rauchmelderpflicht auftun. Deshalb hat der Leonberger Feuerwehrmann Timo Gissibl eine Informationsbroschüre zusammengestellt. Darin wird die Technik der Rauchmelder erklärt und dargestellt, in welchen Räumen die kleinen runden Alarmscheiben unbedingt angebracht werden müssen. Das Schlafzimmer und die Flure als Fluchtwege gehören zwingend dazu.

Timo Gissibl stellt die unterschiedlichen Modelle vor. Von denen gibt es etliche, etwa Sonderausführungen für Hörgeschädigte, die mit Vibrationsalarm oder Blitzlicht die Menschen verständigen. Tipps für die Installation der Rauchmelder gibt es natürlich auch. Denn lange warten können Mieter und Wohnungsbesitzer nicht mehr. Die Übergangsfrist läuft im Dezember aus.

Quelle: Leonberger Kreiszeitung vom 24. Juli 2014

Foto: Leonberger Kreiszeitung / dpa

Ein Lebensretter wird schon bald zur Pflicht

Leonberg - Gestern war Tag des Rauchmelders

Den ganzen Tag hier stehen, das geht in die Knochen, aber es ist wichtig“, sagt Martin Tröscher. Gemeinsam mit Helfern der Leonberger Jugendfeuerwehr steht er im Leo-Center und informiert die Kunden über Rauchmelder. Denn bis Jahresende müssen in jeder Wohnung in Baden-Württemberg Rauchmelder installiert sein. Und die könnten die Bewohner vor tödlichen Rauchgasen retten.

Der Informationsstand ist am Freitag gut besucht. „Wo sollte ich die Rauchmelder platzieren?“, fragte ein Mann mittleren Alters, der die Baupläne seines Hauses gleich mitgebracht hatte. Tröscher zeigte auf verschiedene Räume auf dem Plan. „Aufgrund der neuen Regelungen müssen in jedem Schlafzimmer und in den anliegenden Fluren Rauchmelder angebracht werden, da diese als Fluchtwege genutzt werden“, erklärt der stellvertretende Leiter der Leonberger Feuerwache. Optimal wären aber noch weitere Geräte in Wohn- und Kellerräumen. Für den besonderen Schutz könnte man auch noch einen Thermomelder in der Küche anbringen.

Ein älteres Ehepaar erkundigte sich nach der Montage. „Entweder befestigen Sie das Gerät mit zwei Schrauben an der Decke oder sie besorgen sich einen Aufsatz, um es an die Decke zu kleben“, erklärt Tröscher. Jedoch sollte man sich auf jeden Fall an die Anweisungen des Herstellers halten, wenn man den Melder an der Decke befestigt. Alles andere könnte das Gerät beschädigen und funktionsuntüchtig machen.

Auf Fragen nach Richtlinien und Daten, ab wann denn jeder Haushalt Rauchmelder installiert haben muss, antwortete Martin Tröscher immer mit dem 31. Dezember 2014. „Wenn das neue Jahr begrüßt wird, muss jeder Haushalt und jede Wohnung in Baden-Württemberg die vorgeschriebene Anzahl an Rauchmeldern an den Decken haben“, sagt er. Bis dahin läuft die Übergangsfrist. Für Neu- und Umbauten sind Rauchmelder bereits seit vergangenem Jahr Pflicht.

Eine ältere Dame will wissen, wo sie die Melder herbekommt. Sogleich holt der Brandmeister ein Exemplar mit Verpackung hervor. „Die können Sie in jedem Elektrogeschäft kaufen. Mindestens 20 bis 30 Euro für einen guten Rauchmelder sollten Sie aber ausgeben“, erklärt Tröscher. Desweiteren solle man auf das „Q“ auf der Verpackung achten. Es bedeutet, dass der Rauchmelder einer Qualitätsprüfung unterzogen wurde und somit definitiv langlebig und stabil ist. Geräte mit diesem Siegel halten zehn Jahre, bis sie komplett ausgetauscht werden müssen.

„Auch die Funkmodule können Leben retten.“ fügt Tröscher hinzu. Bei diesen Modellen wird ein extra Modul eingebaut. Es sorgt dafür, dass jeder weitere Melder im Haus aktiviert wird, wenn ein Alarm ausgelöst wurde. „Vor allem in mehrstöckigen Häusern ist das sehr hilfreich.“

Obwohl jedes einzelne Modul etwa 40 Euro kostet, sei es die Sicherheit auf jeden Fall wert. Beim Austausch nach zehn Jahren könne man die Module aber einfach in den nächsten Melder übernehmen. „Jedoch ersparen sie nicht die jährliche Funktionskontrolle“, ergänzt Tröscher. Ein Mal im Jahr muss jedes Gerät vom Eigentümer getestet werden, dies muss protokolliert werden. Auch das ein oder andere Kind verirrt sich an den Infostand. Der Grund dafür sind jedoch weder die Feuerwehr-Kleidung noch die kleinen weißen Geräte. Stattdessen hat es ihnen das Glashaus mit den Playmobil-Figuren darin angetan. „Was macht man denn im Brandfall?“, fragt der stellvertretende Wachleiter. „Ruhe bewahren, in Sicherheit bringen und die Feuerwehr rufen“, antwortete einer der Jungen im Grundschulalter. Das hätten sie schon in der Schule gelernt, meint er. Damit kann der Junge beim Brandmeister punkten.

Gemeinsam wird sogleich der Ernstfall geübt. Erst bewegt Martin Tröscher die kleinen Figuren der Feuerwehr mit ihrem roten Auto vor die Tür. Dort soll der Rauch im Treppenhaus bekämpft werden. Eine weitere Gruppe von Feuerwehrmännern kommt auf die andere Seite des Hauses, um der Familie mit einer Leiter zu helfen. Die Playmobil-Figuren sind gerettet. Danach gab er allen ein Päckchen Gummibären. „Ein Rauchmelder kann da wirkliche Leben retten.“ Nicht nur bei Playmobil.

Quelle: Leonberger Kreiszeitung vom 14. Juni 2014

Rauchmelder an der Decke

Foto: Gira GmbH

Millionen Rauchmelder fehlen

Erst vier Prozent der Wohnungen im Südwesten sind mit Warngeräten ausgerüstet

Allmählich müssen sich Haus- und Wohnungseigentümer im Südwesten sputen: Nur noch acht Monate bleibt ihnen Zeit, um Rauchmelder zu installieren. Doch bislang ist kaum eine Wohnung normgerecht gesichert.

Dass die kleinen runden Geräte mit ihrem höllisch lauten Pfeif- und Piepston Leben retten können, steht außer Frage. Der tragische Brand in Rottweil, bei dem Ende März zwei 15-jährige Jugendliche starben, wäre durch den Einsatz von Rauchmeldern womöglich deutlich glimpflicher ausgegangen.

Derzeit sind von den 5,2 Millionen Wohnungen in Baden-Württemberg nur etwa 200.000 mit Rauchmeldern ausgestattet. Zum 31. Dezember 2014 werden diese im Land jedoch auch für alle bestehenden Wohngebäude Pflicht. Für Neubauten gilt diese bereits.

Bei drei bis vier vorgeschriebenen Rauchmeldern pro Wohnung fehlen demnach noch bis zu 20 Millionen Geräte, schätzt Ottmar Wernicke, Geschäftsführer von Haus und Grund Württemberg. "Da die Rauchmelder DIN-gerecht eingebaut werden müssen und die Vorschriften kompliziert sind, rate ich davon ab, dies selbst zu machen."

Ein fachgerechter Einbau durch Elektriker oder Wärmemessdienstleister ist seiner Meinung nach bis Ende des Jahres aber kaum mehr überall zu schaffen - insbesondere in Mietwohnungen nicht. "Denn dort müssen die Vermieter die Termine ja auch noch mit ihren Mietern abstimmen."

Wer im Januar 2015 noch keinen Rauchmelder hat, muß weder mit Kontrollen noch mit Bußgeldern rechnen. Unklar ist jedoch, wie beispielsweise Versicherungen im Falle eines Brandes reagieren, wenn es im Wohngebäude trotz Pflicht keinen funktionsfähigen und normgerechten Rauchmelder gab. "Ich würde es deshalb auf keinen Fall darauf ankommen lassen", sagt Wernicke.

Verantwortlich für den Einbau sind die Eigentümer. Diese tragen auch die Kosten von etwa 30 Euro pro Gerät. Die jährlichen Wartungskosten können sie jedoch an die Mieter weitergeben.

Quelle: Schwarzwälder Bote vom 11. April 2014

Small Business Tower

Neubau in Heimsheim

Der Small Business Tower im Heimsheimer Gewerbegebiet Egelsee ist kaum zu übersehen. Das siebengeschossige Gebäude bietet in verkehrsgünstiger Lage moderne und flexible Büroflächen, die zwischenzeitlich komplett vermietet sind.

Die Büroflächen zeichnen sich durch besondere Flexibilität aus. Durch Leichtbauwände sind Änderungen und Unterteilungen in größere oder kleinere Einheiten jederzeit leicht zu bewerkstelligen. Eine abgehängte Akustikdecke und die Fensterverglasung in Schallschutzklasse 4 sowie ein durchgängiger Nadelfilzboden sorgen für eine angenehme Arbeitsatmosphäre.

In der beigefügten PDF-Datei finden Sie den kompletten Artikel der Pforzheimer Zeitung über den neuen Small Business Tower in Heimsheim:

Small Business Tower in Heimsheim

Fotos: Tilo Keller / Pforzheimer Zeitung

Suche nach den Fachkräften von morgen

Leonberg - Die Stadthalle brummt wie ein aufgeregter Bienenschwarm

Hunderte Jugendliche tummeln sich an diesem Freitag im Foyer, im großen Saal, in den Konferenzräumen. Überall angeregte Gespräche, lebhafte Diskussionen, interessante Vorführungen. In der Stadthalle findet die fünfte interkommunale Börse für Ausbildungsplätze statt und das Interesse und die Resonanz sind riesengroß.

Kerstin Raschke vom Verein für Jugendhilfe im Landkreis Böblingen blickt zufrieden in die Runde. In ihren Händen läuft die Organisation der Veranstaltung zusammen. „Wir bringen die zukünftigen Fachkräfte und ihre späteren Ausbilder und vielleicht auch Arbeitgeber zum ersten Mal einander näher“, sagt Raschke.

„Für die Jugendliche, die im Unterricht langsam an das Thema Beruf herangeführt werden, bietet die Börse einen ersten Einblick in die Berufswelt, sie können ausloten, was es an Berufen gibt, was für sie in Frage kommt, aber auch welche Fähigkeiten und Zensuren notwendig sind“, so die Organisatorin. „Ziel war und ist es eine Veranstaltung zu schaffen, bei der Jugendliche erste Einblicke in die Berufswelt erhalten und Schüler der Abgangsklassen konkrete Angebote für Praktika oder Ausbildungs- und Studienplätzen“, so Frank Arnold.

Er ist beim Landratsamt Böblingen der Koordinator für Patenaktionen und in die Organisation der „Interkom“ eingebunden. In diesem Jahr ist Leonberg Veranstaltungsort der Interkom, der fünften interkommunale Ausbildungsplatzbörse für die Region Leonberg.

Die Börse ist aus dem Programm zahlreicher Schule, aber auch aus dem von 65 regionalen und überregionalen Firmen, Institutionen, Verbänden und Vereinen nicht mehr wegzudenken. Sie haben die Möglichkeit genutzt, an insgesamt 45 Ständen eine Vielzahl an Berufsbilder und die damit verbundenen Anforderungsprofile vorzustellen. Inzwischen ist die Resonanz so groß, dass die Veranstalter gezwungen waren Interessenten abzusagen.

Die Jugendlichen selbst konnten sich in kompakter und fundierter Form über die Ausbildungsplatz- und Studienangebote zu informieren. Annika Kauf von der Werkrealschule Löffingen ist begeistert. „Ich habe schon viel auf der Messe angeschaut und mir hat es auf jeden Fall etwas gebracht. Ich möchte später mal im Bereich Mediengestaltung arbeiten.“

Die 14-Jährige ergänzt: „Solche Messen müsste es viel mehr geben, sonst ist es schwer einen Überblick über die Berufsangebote zu bekommen.“ Janett Radocas ist mit ihren Klassenkollegen von der Theodor-Heuss-Schule aus Rutesheim gekommen. „Ich finde es gut, dass wir von der Schule aus hier her gehen, weil man hier überhaupt mal eine Idee bekommen kann von dem, was man später machen möchte. Dass die Aussteller auch auf uns Schüler zu kommen, hilft auch sehr, wenn man selbst etwas schüchtern ist.“ Sie gehören zu den mehr als 1000 Schüler von insgesamt 15 Werk- und Realschulen, die ihr Kommen fest zugesagt hatten.

Die Aussteller hatten nicht nur Informationen sondern auch jede Menge Ausbildungs- und Studienplätze anzubieten. Von den rund 2600 Ausbildungs- und Studienplätze für 2014 gingen allein 700 Plätzen auf das Konto der Polizei in Baden-Württemberg und 1000 auf das der Bundespolizei. „Es wird dringend Nachwuchs gesucht, denn viele Kollegen gehen in den nächsten Jahren in den Ruhestand“, weiß Sascha Lailach. Er ist Sprecher bei der Polizeidirektion Böblingen.

„Unsere Steuergelder sind in dieser Ausbildungsplatzbörse ist gut angelegt“, ist Ursula Kreutel überzeugt. Die Weissacher Bürgermeisterin ist nicht nur als einer der Finanzierer der Börse vor Ort – auch als Mutter einer Tochter, die sich mit dem Thema Berufsfindung beschäftigt. „Die Jugendlichen sind sehr interessiert und mit Ernst bei der Sache, die Aussteller lassen keine ihrer Fragen unbeantwortet“, hat Kreutel beobachtet.

„Unsere Steuergelder sind in dieser Ausbildungsplatzbörse ist gut angelegt“, ist Ursula Kreutel überzeugt. Die Weissacher Bürgermeisterin ist nicht nur als einer der Finanzierer der Börse vor Ort – auch als Mutter einer Tochter, die sich mit dem Thema Berufsfindung beschäftigt. „Die Jugendlichen sind sehr interessiert und mit Ernst bei der Sache, die Aussteller lassen keine ihrer Fragen unbeantwortet“, hat Kreutel beobachtet.

„Die Schulen haben die Jugendlichen gut vorbereitet, viele kommen mit einem konkreten Fragenkatalog“, hat Christina Almert vom Hagebaumarkt Rutesheim festgestellt. „Aber es gibt auch noch viele, die keine Vorstellung davon haben, was sie beruflich machen wollen – aber sie sind ja auch noch so jung“, bringt sie Verständnis auf. „Ein oder zwei Jahre mehr sei ihnen gegönnt, denn diese Generation wird wahrscheinlich noch mit 75 Jahren arbeiten“, meint ein Erwachsener der gerade an dem Stand in der Stadthalle vorbeigeht.

Quelle & Foto: Leonberger Kreiszeitung Online vom 13. Oktober 2013

Azubibörse 2013

Nicht nur der riesige Geistesblitz ist neu

Gerlingen - Das größte Bauprojekt der Stadt der letzten Jahre ist fertig:
Das Robert-Bosch-Gymnasium geht in Betrieb. Von Klaus Wagner

Im Atrium dominieren helle graue Töne, an einer Wand zieht sich über zwei Stockwerke ein Stern in Rot- und Gelbtönen. Ein Geistesblitz? Ein explodierender Funke? Gut geraten - beides.

Rolf Eberhart lächelt. "Die Grafik soll zwei Dinge symbolisieren: das Lernen und Arbeiten, und das Andenken an Robert Bosch, den Namenspatron der Schule." Der Chef des Gerlinger Stadtbauamtes hat die Generalsanierung des Gymnasiums, das vo 1973 stammt, von Anfang an mit geplant. Es war ein Mammutprojekt, für die Planer und Handwerker, für Schüler, Lehrer und Eltern. Aber es gab keinen Unterricht in Containern, die Schule war drei Jahre lang mehr oder weniger eine Baustelle.

Gut 11,5 Millionen Euro hat die Sanierung gekostet - so viel wie der Schulneubau anfangs der Siebziger in D-Mark. Das Vorhaben war nötig geworden, weil sich an vielen Stellen Abnutzung breit gemacht hatte, weil der Brandschutz nicht mehr den Vorschriften entsprach, und auch, weil das Haus eine Energieschleuder war. Diese Mängel ließen die Eltern 2008 aufbegehren - 1000 Unterschriften trug der Protestbrief an die Stadt. Man habe nach der Fertigstellung des Rathausplatzes gerechnet, was eine neue Schule kosten würde, erinnert sich Eberhart. Ergebnis: 23 Millionen Euro - das Doppelte einer Generalsanierung.

Dennoch waren die kalkulierten 11,5 Millionen Euro für die Stadt eine Riesensumme. So entschied man sich für Bauabschnitte - was auch das Verteilen der Kosten auf mehrere Jahre möglich machte. Ein Zuschuß des Bundes von 1,7 Millionen Euro machte das Ganze ein bisschen erträglicher. Dennoch entschied der Gemeinderat 2009, die Kosten zunächst auf 8,8 Millionen Euro zu begrenzen.

Nach und nach kamen mehr Leistungen dazu - und das Budget wurde ausgeweitet. Die Fenster wurden größer, was Strom und Licht spart, die seit zehn Jahren defekte Lüftungsanlage wurde ersetzt, Tafeln, Stühle und Garderoben neu beschafft. Neue Türschlösser, gekoppelt mit einer elektronischen Steuerung waren anfangs vorgesehen - und wurden in der ersten Kostenreduzierungsrunde gestrichen. Dann geschah im März 2009 der Amoklauf von Winnenden - und die Schließanlage kam wieder ins Programm.

Fast alle in der Schule wirkten mit, sei es bei den Umzügen, sei es durch das Auslagern von Klassen, sei es durch durch die Unannehmlichkeit der Wanderklassen. "Letztlich haben wir 300.000 Euro für die Container gespart", resümiert Eberhart, "die kamen der Ausstattung zugute." So vermied man unter anderem, vierzig Jahre alte Möbel in ein neues Schulhaus zu stellen.

Am augenfälligsten ist das neue Atrium, entstanden durch die Überdachung eines bisher kaum genutzten Innenhofs. Die fast 400 Quadratmeter große zentrale Fläche wird jetzt begrenzt durch die beiden Treppenhäuser und zwei Galerien. Überall sollen noch kleine Sitzecken entstehen. Viele Zimmer haben Fenster zum Flur; das soll Transparenz und Weitläufigkeit betonen.

Die Klassenzimmer sind unterschiedlich groß, um den Platz besser auszunutzen, und zwei der großen sind mit flexiblen Wänden versehen - so kann man daraus bei Bedarf einen kleinen Saal machen. Lichtschalter gibt es übrigens keine mehr, und hell wird es nur, wenn jemand im Zimmer ist. Zum Thema Nachhaltigkeit gehört auch, dass an den meisten Handwaschbecken nur noch kaltes Wasser fließt.

Die Kosten von 11,5 Millionen Euro wurden über sechs Jahre verteilt: von 2009 bis 2014, mit den Schwerpunkten von zwei bis vier Millionen von 2010 bis 2012. Die Stadträte sollten übrigens noch einmal drauflegen, meint Eberhart: "Die Außenanlagen müssen noch gerichtet werden, das ist augenfällig." Bei dieser Schätzung ist er sich mit Karl Grob, seinem größten Kritiker im Gemeinderat ("Salamitaktik") einig.

Quelle: Leonberger Kreiszeitung vom 03. September 2013

Gymnasium Gerlingen

Die Geschäftsleute sind zufrieden

Unzählige Besucher kommen zum verkaufsoffenen Sonntag in Leonberg

Am vergangenen Sonntag haben die Läden in Leonberg zum Pferdemarkt wieder ihre Türen geöffnet. Die Sonne strahlte den ganzen Tag vom Winterhimmel, und so nutzten tausende gerne ihren freien Tag, um mit Freunden oder mit der ganzen Familie durch die Stadt und die Geschäfte zu bummeln.

Unzählige Besucher waren zwischen der Altstadt und Eltingen unterwegs - auch der Buspendelverkehr, der die einzelnen Einkaufszentren miteinander verband, wurde gerne genutzt. Und so zeigten sich die Geschäftsinhaber mit dem Verlauf des verkaufsoffenen Sonntags im Ganzen rundum zufrieden.

Die Geschäfte in der ganzen Stadt hatten Aktionen und Überraschungen für ihre Kunden vorbereitet - kleine Leckereien und ein Glas Sekt oder Orangensaft luden zum Verweilen ein. Im Übrigen machte die Fasnet selbst vor Leonberg nicht Halt. So manches Verkaufsteam hatte sich kostümiert, einige Kunden waren dem Faschingsmotto ebenfalls gefolgt.

"Es hat Spaß gemacht", freute sich Sabine Frederking, die Sprecherin der Werbegemeinschaft "Wir sind Eltingen", über die "tolle Grundstimmung" am Sonntag. Joachim Heller, der Erste Vorsitzende der Werbegemeinschaft "Faszination Altstadt", äußerte sich am Montag ebenfalls positiv über den Verlauf des verkaufsoffenen Sonntags in der Altstadt allgemein und in seinem Geschäft im Speziellen. "Wir sind sehr zufrieden und hatten viel zu tun", sagte Heller. In anderen Geschäften am Marktplatz sah es nicht anders aus.

Quelle: Leonberger Wochenblatt vom 14. Februar 2013 (Artikel gekürzt)

Verkaufsoffener Sonntag

Rauchmelder öfter abstauben

Alarm in den eigenen vier Wänden: Nur jeder zweite Melder schneidet gut ab

Manchmal wünscht man sich, man hätte die kleinen Lebensretter nicht an der Decke im Flur oder Schlafzimmer festgeschraubt. Wenn der Rauchmelder zunächst in großen Abständen und später in immer kleineren mit lautem, sehr unangenehmem Piepsen meldet, dass die Batterie demnächst leer ist.

Wer einmal mitten in der Nacht schimpfend erfolglos versucht hat, den Melder abzuschalten, wird Modelle schätzen, deren Batterien jahrelang halten. Doch nicht immer stimmt die Angabe für den Dauerbetrieb und dafür gab es auch Abzug beim Test der Rauchmelder der Stiftung Warentest. Veröffentlicht ist die Bewertung in der jüngsten "test".

15 Rauchmelder haben die Warentester überprüft, von denen nur jeder zweite mit der Note "Gut" abschnitt. Fünf Geräte erzielten die Note "Befriedigend", zwei ein "Ausreichend". Bei einem Gerät reichte es nur für ein "Mangelhaft".

Ein Fehlalarm kann auch ausgelöst werden, weil aus der Küche oder dem Bad viel heißer Wasserdampf entweicht. Die Stiftung Warentest rät daher, in diesen Zimmern keine Rauchmelder anzubringen.

Ein weiterer Grund für den durchdringenden Fehlalarm kann auch Staub sein, der sich im Laufe der Zeit auf dem Melder ablagert und diesem eine leichte Rauchbelastung vorgaukelt. Daher: regelmäßig Staub wischen.

Am wichtigsten sind die Geräte, die den Menschen vor dem Ersticken retten sollen, in Räumen, in denen jemand schläft. Auch der Bereich vor dem Schlaf- oder Kinderzimmer sollte gesichert sein - damit der Fluchtweg nicht abgeschnitten ist.

Auch der Weg zum Telefon sollte geschützt sein, raten die Experten der Stiftung Warentest. Rauchmelder seien zudem sinnvoll in Räumen, in denen viele Elektrogeräte stehen, oder ab und zu Kerzen angezündet werden oder brennbares Material lagert.

Quelle: Leonberger Kreiszeitung vom 28. Dezember 2012

Die Kundschaft ist in bester Kauflaune

Verkaufsoffener Sonntag am 4. November 2012 in Leonberg

Leonberg - Man könnte einkaufen, einkaufen, einkaufen . . .“, sagt eine Kundin beim Verlassen von Ziegler Wohn- und Tischkultur in der Altstadt und bringt somit die Stimmung an dem verkaufsoffenen Sonntag auf den Punkt. Ob in der Altstadt, in der Stadtmitte oder in Eltingen, die Kundschaft ist in Kauflaune, und die Einzelhändler freuen sich.

„Das ist die Krönung einer starken Woche“, sagt Christian Andresen, der Manager des Leo-Centers, angesichts des Kundenansturms am Sonntag. Bedingt durch den Feiertag hatten bereits im Vorfeld viele freie Tage und Muße für einen Einkaufsbummel. „Am Freitag war praktisch halb Leonberg bei uns im Haus“, rechnet er angesichts der Frequenzzahlen vor. „Und heute kommt noch viel Kundschaft aus dem Umland dazu.“ Der Zeitpunkt eines verkaufsoffenen Sonntags Anfang November habe sich bewährt. Für die Händler sei es der vorgezogene Auftakt des Weihnachtsgeschäftes, deshalb hätten viele entsprechende Waren im Angebot.

Auch in Eltingen ist viel los

Wie sieht es in Eltingen aus? „Schon um 13.30 Uhr gab es keine Stehplätze mehr“, ist auch Wolfgang Schmidt vom Bekleidungshaus Wibbel zum Scherzen aufgelegt, während er im rappelvollen Laden mit einem Arm voller Hemden zu einem Kunden eilt. Die Kundschaft will den Sonntagsrabatt mitnehmen. Doch der Renner sind Mäntel und Jacken für die Herren, auf die Familie Schmidt noch einen kosten­losen Schal obendrauf packt.

Auch bei Zweirad Röckle ist die dunkle Jahreszeit Thema. „Eine gute Beleuchtung und warme Bekleidung sind die Themen, die gerade die Radfahrer interessieren“, sagt Christian Binder. Aber auch schon über das E-Bike für den Frühling wurde gestern lebhaft diskutiert. Doch bis es so weit ist, wollen sich die Kunden von Leosport in der Brennerstraße erst mal auf den hoffentlich lauschigen Winter freuen.

„Nachdem der Winter schon so gut angelaufen ist, sind die neuen Skier und die Ausrüstung gegenwärtig das Thema“, sagt Tobias Joos. Auch in der übrigen Brennerstraße brummt der Laden. Die scheinbare Ruhe bei Schaal Bad und Design täuscht, denn in den Büros wird bei Kaffee und frischem Apfelstrudel intensiv beraten. „Die Kunden schätzen es, in Ruhe zusammenzusitzen, mit uns die Bad-Planung durchzugehen, sich über eine Bodenheizung oder Wohnraumbelüftung zu informieren“, sagt Tilo Kraus. „Für uns Handwerker ist das besonders wichtig, um die Kunden zu beraten und unsere Kontakte auszubauen.“

Beratung ist auch auf der anderen Seite der Brennerstraße im Elektro- und Lichthaus Knapp das Stichwort. „Herbstzeit ist Lichtzeit“, sagt Stephan Knapp. „Da merken die Kunden, dass die eine oder andere Lichtquelle verbessert werden könnte.“ Das große Thema seien aber LED-Leuchten und deren Technik. Hier bestehe großes Interessen, und es gebe viel Beratungsbedarf. Nachdem sich diese in den Unternehmen bereits durchgesetzt hätten, gehe der Trend auch im Privathaushalt in Richtung dieser neuen Art der Beleuchtung, zumal die Hersteller inzwischen wärmeres Licht anbieten könnten.

Quelle: Leonberger Kreiszeitung vom 5. November 2012 (Artikel gekürzt)

Verkaufsoffener Sonntag

Foto: Elektro- und Lichthaus Knapp GmbH

In den Klassenzimmern wird schwer geschafft

Geschäftiges Treiben: in den Schulen wird während der Ferien für fast zwei Millionen Euro saniert und umgebaut.

Die Schüler rennen raus, die Bauarbeiter rennen rein – dieses einem Werbespruch der Feuerwehren entlehnte Bild beschreibt ganz gut, was in den Schulen während der Sommerferien geschieht. Die Kommunen nutzen die Gelegenheit, um marodes Gemäuer zu sanieren, ohne dass sich Bauleute und Lehrbetrieb in die Quere kommen.

Besonders eifrig werden in diesem Sommer am Schulzentrum von Renningen die Schraubendreher bewegt. Nachdem am Gymnasium 2006 bereits der Chemiebereich und 2007 der Physikbereich umgestaltet worden sind, bekommt nun auch der Biologiesaal ein neues Gesicht. Vorbei die Zeit, in der die Schüler ihrem Biolehrer wie in einem Universitätshörsaal auf engen, ansteigenden Sitzreihen gegenüber saßen.

Im modernen Unterricht sollen sie sich den Geheimnissen der Naturwissenschaften auch mit eigenen Experimenten nähern. „Wir bauen darum einen Lehrübungsraum, in dem man die Tische und Stühle variabel anordnen kann“, erklärt der Stadtbaumeister Christof Dustmann das Prinzip.

So können die Schüler je nach Bedarf zu Gruppenarbeiten zusammenrücken, viele Dinge selbst ausprobieren. Damit all dies sicher funktioniert und nicht etwa Kabel oder Leitungen auf dem Boden herumliegen, bekommt der Biologiesaal ein komplexes „Medienversorgungssystem“, das alle Leitungen von oben zu den Arbeitsplätzen führt. Rund 135.000 Euro lässt sich die Stadt allein diese Baumaßnahme kosten.

Weitere 220.000 Euro gibt Renningen für den zweiten Bauabschnitt der neuen Gegensprechanlage im Schulzentrum aus. Nach dem Amoklauf von Winnenden hatten sich Stadtverwaltung und Schulleitung zusammengesetzt, um sich die Sicherheitslage am Schulzentrum genauer anzusehen. „Dabei waren wir uns einig, dass eine Gegensprechanlage gut wäre, um im Krisenfall schnell und direkt kommunizieren zu können“, sagt der Stadtbaumeister.

Verwaltung und Gemeinderat entschieden sich dann für eine eher teure Lösung mit Glasfaserkabeln. Diese hat allerdings den angenehmen „Nebeneffekt“, dass nun alle Unterrichtsräume im ganzen Schulzentrum einen Internetzugang haben. Im vergangenen Sommer haben Fachleute bereits sämtliche Kabel verlegt. In diesen Ferien kommen nun in allen drei Schulen die einzelnen Sprechzellen und die Zentrale hinzu. „Rechtzeitig zu Beginn des Schuljahres soll die Anlage dann in Betrieb gehen“, kündigt Dustmann an.

Angesichts dieser Großbaustellen sind die weiteren Investitionen in die Renninger Schulen fast schon überschaubar: Für insgesamt rund 60 000 Euro werden die Fahrrad-Abstellplätze im ehemaligen Museumshof und an der Rankbachstraße erweitert und modernisiert. Und an der Friedrich-Silcher-Schule in Malmsheim steht der letzte Abschnitt der „energetischen Sanierung“ auf dem Programm. Hier werden Fenster ausgetauscht und der Wärmeschutz der Gebäude verbessert, rund 100 000Euro stehen dafür bereit.

Quelle: Stuttgarter Zeitung vom 25. August 2011 (Artikel gekürzt)

Notrufsystem im Renninger Schulzentrum

Foto: factum

Fortbildung wird groß geschrieben

Elektro- Knapp in Leonberg bildet 2 Auszubildende im neuen Lehrjahr aus

In der Dieselstraße 1 in Leonberg bei Elektro- und Lichthaus Knapp wird Aus- und Weiterbildung groß geschrieben. Die Verpflichtung, sich für die Jugend zu engagieren und in die Ausbildung zu investieren wird ernst genommen. Zusätzlich zu unseren 3 Auszubildenden im 2. Lehrjahr konnten in diesem Schuljahr 2 zusätzlichen Jugendlichen die Chance gegeben werden, bei Elektro - Knapp eine Ausbildung zu beginnen.

Einer der beiden Azubis ist seit Anfang September mit den Monteuren unterwegs und lernt die System- und Gebäudetechnik „von der Pike auf“. Dass Lehrjahre keine Herrenjahre sind, wird nicht nur beim manchmal noch notwendigen „Schlitze klopfen“ und Leitungen ziehen deutlich, sondern auch beim gezielten Einarbeiten in immer neue Anforderungen. Im Bereich des Ladenbaus, der Sicherheitsbeleuchtung, der EIB Installation und Programmierung, dem Einbau von Video-Türsprechanlagen oder Prüfungen wie dem E-Check wird den jungen Auszubildenden einiges abverlangt.

Voraussetzung für die Ausbildung ist grundsätzlich technisches Verständnis, gute Noten in Mathematik und die Bereitschaft, nicht nur zuzusehen, sondern auch mit anzupacken oder durch Nachfragen bei Meister und Kollegen das Wissen gezielt zu vertiefen. Der Azubi wird in seiner Ausbildungszeit in verschiedenen Bereichen unterwiesen, im Neubau genauso wie im Altbau, der Renovierung, Restaurierung, in Industrie- und Gewerbeanlagen genauso wie im privaten Kundendienst.

Zusätzlich wurde durch eine weibliche Auszubildende der Bürobereich gestärkt. Sie gewinnt Einblicke in die Buchhaltung und das Mahnwesen, sie lernt Angebote einholen und zu schreiben, die Warenannahme und Kontrolle, das Rechnungen schreiben, und schnuppert in die Personalwirtschaft.

Nebenher lernt sie Aspekte der Arbeitssicherheit und bringt sich in Workshops ein. Das Vorbereiten von Firmenaktionen wie die XXL Nacht am 30. April 2010 in Leonberg gehört ebenso dazu wie die Mithilfe bei unseren Kundenanschreiben. In den kommenden 3 Jahren kann sie das breite Spektrum an Büroarbeit kennenlernen.

Getreu dem Firmenmotto der beiden Firmen Elektro Bader Renningen und Elektro- und Lichthaus Knapp in Leonberg: „Die gesamte Elektrotechnik aus einer Hand“ werden beide in ihren Bereichen ein breites Spektrum kennen lernen und ihre Erfahrungen sammeln. Die Elektro- und Lichthaus Knapp GmbH freut sich auf die kommenden Lehrjahre und wünscht viel Erfolg.

Quelle: Zeitschrift des Gewerbe- und Handelsvereins Leonberg - im April 2010

Azubis bei ELK-ELB

Foto: Elektro- und Lichthaus Knapp GmbH

"Genial, alle sind zusammen"

Viel Lob für die erste interkommunale Ausbildungsbörse in Renningen

Simone weiß es einfach noch nicht. Sie ist 14, geht in die neunte Klasse der Realschule. Doch wohin sie im übernächsten Jahr geht? "Etwas Technisches" könnte sie sich vorstellen. Oder doch lieber eine weiterführende Schule besuchen, so wie es ihre Mutter vorschlägt?

Tochter und Mutter schauen sich gemeinsam die Angebote der ersten interkommunalen Ausbildungsbörse an. Mehr als 30 Stände zeigen zwischen Renninger Stegwiesenhalle und Schulzentrum fast das ganze Spektrum der Ausbildungsmöglichkeiten im Norden des Landkreises Böblingen.

Zwischen Weil der Stadt und Weissach gibt rund 360 Ausbildungsplätze - die Tendenz ist sogar steigend, bestätigt Werner Diebold, Leiter des Beruflichen Schulzentrums Leonberg. Die Wirtschaftskrise hat in seiner Schule nur leichte Verschiebungen geschaffen: "Bei den kaufmännischen Azubis ist die Schülerzahl sogar leicht gestiegen", berichtet er.

Angesichts der vielen Angebote ist solch eine Messe vor allem für Mittelständler interessant: Frieder Bolay, Chef der Bolay-Baumärkte, ist sich sicher, nach diesem Freitag demnächst 20 Bewerbungen auf dem Tisch zu haben, um damit seine Ausbildungsplätze für das kommende Jahr zu besetzen.

Auch beim Leonberger Elektrounternehmen Knapp ist die Ausbildung Chefsache. "Es ist für einen Daimler oder Geze nicht schwer, genügend qualifizierte Bewerber zu erhalten. Wir kleineren Betriebe brauchen eine solche Plattform", sagt Stephan Knapp. Einen Lehrvertrag hat er heute zwar noch nicht unterzeichnet - aber "interessante Gespräche geführt" und Einladungen zu Praktika ausgesprochen.

Für den Mitinitiator und Hausherr, den Renninger Bürgermeister Wolfgang Faißt, sind aber vor allem jene Jugendlichen wichtig, deren Eltern kein Interesse an ihrem Nachwuchs haben: "Die Idee der Börse entstand aus der Ausbildungsplatzinitiative des Landkreises. Wir müssen das unbedingt wiederholen und stärker auch den Hauptschülern passende Angebote präsentieren".

Quelle: Leonberger Kreiszeitung vom 10.10.2009 (Artikel gekürzt)

Die ordinäre Glühbirne als begehrtes Gut

Von heute an werden 100-Watt-Glühbirnen nicht mehr produziert

Großpackungen mit 90 Glühbirnen mit hohen Wattzahlen sind für Andrea Lange vom Elektro- und Lichthaus Knapp in diesen Tagen keine Seltenheit. Vor allem Rentner bevorzugten die normalen Glühbirnen, erzählt sie, weil Energiesparlampen flimmern würden. Manch einer bestelle eine solch große Menge, dass er bis an sein Lebensende mit Leuchtmitteln versorgt sein wird. "Eine Glühbirne altert eben nicht."

In einem Lagerraum des Lampen-Fachgeschäfts warten die Bestellungen der Kunden darauf, abgeholt zu werden. Mehrere Plastiktüten stehen hier, gefüllt mit 60 bis 90 Glühbirnen, mattiert oder mit hohen Wattzahlen. Ab heute werden in der EU keine 100- Watt-Glühbirnen mehr produziert. Auch matte Birnen aller Helligkeitsstufen dürfen in der Europäischen Union nicht mehr vertrieben oder importiert werden.

Es ist der Anfang vom Ende der herkömmlichen Glühbirne. Stufenweise werden Jahr für Jahr weitere Wattstärken vom Markt genommen: 2010 die klaren Glühbirnen mit mehr als 65 Watt und 2011 die Leuchtmittel mit mehr als 45 Watt. Ab dem Jahr 2012 werden die letzten Glühbirnen vom Markt verschwinden. Die bereits produzierten Lampen dürfen zwar noch verkauft werden. Doch bereits jetzt gibt es teilweise leere Regale in den Geschäften, weil Kunden Glühbirnen auf Vorrat kaufen. Grund für das Verbot sei der Klimaschutz, sagt die Politik. Doch wie reagieren die Kunden?

Andrea Lange ist selbst skeptisch. "Energiesparlampen erzeugen elektromagnetische Felder", erzählt sie. Die gesundheitlichen Folgen seien noch umstritten. Außerdem sei der Quecksilberanteil umso höher, je billiger die Leuchtmittel seien. Somit sei auch das Gesundheitsrisiko größer. Grenzwerte würden teilweise um das Zehnfache überschritten, sagt die Mitarbeiterin des Lichthauses Knapp.

Die Kunden, die gezielt im Fachgeschäft nach den konventionellen Lampen fragten, wären sauer wegen des Verbots. "Sie würden gerne selbst entscheiden, was sie kaufen", gibt Andrea Lange zu bedenken. "Wir haben deswegen ein bisschen gehortet", gibt sie offen zu. Schließlich dürfen die Restbestände auch nach dem heutigen Tag unbegrenzt verkauft werden. Den Kunden haben sie und ihre Kollegen ebenso geraten, sich Vorräte anzulegen.

Quelle: Leonberger Kreiszeitung vom 31.08.2009 (Artikel gekürzt)

Ein familiärer und innovativer Fachbetrieb

Elektro und Lichthaus Knapp ist Partner

Mit Unternehmergeist und Visionen steht die Elektro- und Lichthaus Knapp GmbH nunmehr in der dritten Generation mit Stephan Knapp und Monika Fischer für Qualität und Service.

"Neben Top- Qualität schätzen unsere Kunden die Berücksichtigung spezieller Wünsche, die hohe Flexibilität und Termintreue", sagt Stephan Knapp.

Das LEO-Center nutzte diese Qualitäten bei der Erneuerung der Elektro-Hauptverteiler, der sogenannten NSHV-Anlage an Pfingsten oder der Erhöhung der Sicherheit in Sachen Brandschutz im vergangenen Jahr.

Gegründet wurde das Unternehmen von Helmut und Ursel Knapp vor rund 55 Jahren. Später führte dessen Bruder Armin Knapp die Firma weiter. Die erste Erneuerung war die Einführung des Computers in allen Bereichen. Dessen Frau Helga Knapp trat neu ein und führte das Ladengeschäft in der Seestraße weiter. Heute sind deren Kinder am Zuge.

Die erste große Erweiterung war die Übernahme der Firma Kurt Bader in Renningen 1996, die jetzt als Elektro-Bader GmbH bekannt ist. So wurde die langjährige Erfahrung in der Brand- und Einbruchmeldetechnik übernommen.

2000 erfolgte der Umzug aus der Seestraße in die Dieselstraße 1. Die Leuchtenausstellung in dem markanten, in Orange gehaltenen Wintergarten entwickelte sich zu einem überregional bekannten Fachgeschäft.

Die breite Produktpalette rund um die Elektrotechnik umfasst Arbeiten für Industrie, Gewerbe, Büro, Service, Neubau und Umbau. Privat Neu- und Altbau sowie Renovierungen und Umbauten.

Heute beschäftigt die Firma Elkelb 30 Voll- und fünf Teil-Mitarbeiter, welche alle auf ihren Fachgebieten bestens ausgebildet sind. Derzeit befinden sich drei junge Menschen in Ausbildung.

Ein weiterer Bereich ist der E-Check: Nur Innungsfachbetriebe, deren Mitarbeiter besonders geschult sind, können den E-Check anbieten.

Stephan Knapp wurde aktuell für ein neues Angebot für den "Fachbetrieb für senioren- und behindertengerechte Elektrotechnik" geschult und bietet Beratungen an.

Quelle: LeoCenter Aktuell vom 09.10.2008

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